Pferdelexikon R

Rangordnung: auch Dominanzordnung. In jeder Herde, egal ob Wild- oder Hauspferde, herrscht eine Rangordnung, an deren Spitze meist, entgegen dem allgemeinen Glauben, eine Stute steht. Merke: Halte ein Pferd niemals alleine, denn Pferde sind Herdentiere!

Raufutter: Heu und Stroh. Das Knabbern von Raufutter kann für Boxenpferde eine wichtige Freizeitbeschäftigung sein.

Reithalfter: auch Sperrhalfter genannt. Das Reithalfter ist ein Teil der Trensenzäumung. Es soll das Pferd daran hindern, das Maul aufzusperren und sich so den reiterlichen Hilfen zu entziehen. Korrekt verschnallt müssen zwei Finger zwischen Kopf und Reithalfter passen. Es wird zwischen dem hannoverschen, dem englischen, dem kombinierten und dem mexikanischen Reithalfter unterschieden.

Reitverein: Zusammenschluss mehrerer Reiter oder Züchter, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Bei einem Zuchtverein geht es um die Förderung einer speziellen Rasse, bei einem Reitverein um die Förderung und Unterstützung des Reitsports. Bei vielen Turnieren ist die Mitgliedschaft in einem Reitverein Vorschrift.

Reitweg: Ein Weg, der speziell für Pferde ausgewiesen ist. Zumeist sind die Bodenverhältnisse auf Reitwegen den Bedürfnissen der Pferde angepasst.

Reitunterricht: ist sowohl für Pferd als auch Reiter von Vorteil. Nicht nur Anfänger, sondern auch fortgeschrittene Reiter sollten regelmäßig Unterricht nehmen. Nur so lassen sich Fehler vermeiden und Fortschritte erzielen.


Reining: eine der beliebtesten Westernprüfungen überhaupt. Die Reining gilt als die Westerndressur. Sie wird schwerpunktmäßig im Galopp geritten. Neben unterschiedlich großen Zirkeln müssen Pferd und Reiter Sliding-Stops und Roll Backs zeigen.


Rechteckpferd: Ein von der Rückenlinie im Verhältnis zur Höhe längeres Pferd. Rechteckpferde sind häufig bei den Warmblütern wie dem Holsteiner oder Hannoveraner anzutreffen.


Reiterpass: Prüfung für das Reiten im Gelände. Besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Voraussetzung ist der Basispass Pferdekunde. Die Reitweise ist egal. Du kannst die Prüfung zum Beispiel bei der FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung), der EWU (Erste Westernreiter Union) oder der VFD (Vereinigung der Freizeitreiter und -fahrer in Deutschland) ablegen.

Reitweise: oder Reitstil. Das ist die Lehre, nach der Pferd und Reiter ausgebildet werden. Für den Reitstil, der hauptsächlich in den deutschsprachigen Ländern gebraucht wird und im Turniersport international verwendet wird, gibt es unterschiedliche Bezeichnungen: klassisch, kontinental, europäisch oder deutsch. Der Stil geht auf die frühere militärische und die höfische Reiterei zurück. Andere  Reitstile: Gangpferdereiten, Westernreiten, Iberischer Stil. Eine neuere Entwicklung ist in Deutschland die Leichte Reitweise.

Remonte: Jungpferd kurz vor und während der Grundausbildung. Militärischer Begriff.

Rennsport: eines der ersten Freizeitvergnügen, die Menschen mit Pferden veranstaltet haben. Das Ziel: Welches Pferd ist auf einer bestimmten Strecke unter vergleichbaren Pferden und Bedingungen das schnellste? Rennen werden seither in fast allen Gangarten ausgetragen, von verschiedenen Pferderassen mit Reiter oder Wagen, auf der Bahn oder im Gelände und auf unterschiedlichen Distanzen.

Round-Pen: runder umzäunter Platz, der zum Anreiten von jungen Pferden oder zum Longieren mit und ohne Longe verwendet wird. Ursprünglich hatte er einen stabilen Zaun von manchmal mehr als zwei Metern Höhe, der sich an der oberen Kante leicht nach außen neigte. Heute werden Round Pens auch aus Panels (Fertigelementen) gemacht, oder es gibt sie als feste, überdachte Rundhallen aus Holz oder Stein. Durchmesser: mindestens 15 Meter.

 

 

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