Halbblut : Kreuzungen aus einem Warmblut mit einem Vollblutaraber oder einem Englischen Vollblut nennt man Halbblut. Sie eignen sich insbesondere für Rennen und man verwendet sie zur Veredelung anderer Rassen. Fohlen von Halbblutpferden dürfen jedoch nicht automatisch auch als Halbblut bezeichnet werden. Nur wenn sie in ihrem Pedigree einen gewissen Vollblutanteil aufweisen können, fallen sie ebenfalls unter die Bezeichnung Halbblut. Allerdings ist man in anderen Ländern nicht so streng und nennt auch andere Rassen-Kreuzungen Halbblut.
Haltungsbedingungen: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Pferde zu halten: Boxenhaltung, Ständerhaltung, Offenstall- oder Robusthaltung sind nur einige davon. Es gibt ein Tierschutzgesetz, das gewisse Haltungsbedingungen in Deutschland verbietet, weil sie als nicht artgerecht gelten. So ist zum Beispiel Ständerhaltung nicht mehr erlaubt. Zu den Haltungsbedingungen zählen auch die Art der Fütterung, die Wasser-, Licht- und Frischluftversorgung, die Pflege und medizinische Versorgung, die hygienischen Zustände im Stall, das Maß an Bewegung, die Zahl der Artgenossen, etc.
Kurzum fällt alles darunter, was den Umgang mit einem Pferd und dessen Haltung betrifft. Ein Pferd wird dann unter guten Bedingungen gehalten, wenn es sich rundum wohlfühlt und wenn sein Leben der natürlichen Lebensweise eines Pferdes möglichst nahe kommt.
Hengstdepot: Ein Stall, wo mehrere Zuchthengste gehalten werden. Diese Hengste werden während der Decksaison auf mehrere umliegende Deckstationen verteilt, wo sie dann je nach Nachfrage eine Reihe von Stuten decken. Die größten Hengstdepots in Deutschland sind wohl bis heute die staatlichen Landgestüte, wenn diese auch im Vergleich zu ihrer Blütezeit im 18. Jahrhundert (als Pferde noch weitverbreitete Transportmittel waren und außerdem im Krieg eingesetzt wurden) deutlich an Bedeutung und an Größe verloren haben.
Heu: Getrocknetes Gras, besonders als Rauhfutter im Winter geeignet. Aber Achtung: Heu darf erst nach einer Schwitzphase von mehreren Wochen verfüttert werden! Während dieser Schwitzphase kann das Heu sogar so warm werden, dass es sehr leicht entzündlich ist. Manche Betriebe messen sogar regelmäßig die Temperatur im Heu, um Brände zu verhindern. Immer mehr Pferde leiden übrigens unter Stauballergien und müssen nach einer leckeren Portion Heu viel husten. Abhilfe schafft hier das Einweichen des Heus in Wasser.
Hilfen: Hilfen benutzt man, um ein Pferd vorwärts zu treiben oder anzuhalten. Es gibt die Schenkelhilfen (die sogenannten treibenden Hilfen, die man auch mit dem Kreuz unterstützen kann) und Zügelhilfen (sogenannte verhaltende Hilfen, denn damit hält man das Pferd ja an und „bremst“; aber bitte nicht ziehen!). Außerdem wären da noch Gewichtshilfen (Einsatz des Gewichtes, zum Beispiel um eine Kurve zu reiten), Kreuzhilfen (Entspannen oder Anspannen des Kreuzes des Reiters) und Stimmhilfen. Wenn du diese Hilfen alle richtig einsetzt, sollten dein Pferd und du eigentlich ganz gut klarkommen ;-)
Hilfszügel: Hier gibt es die verschiedensten Ausführungen, vom elastischen Stoßzügel über den Schlaufzügel bis zum Ringmartingal. Hilfszügel führen vom Sattelgurt entweder bis in das Gebiss (Stoßzügel) oder sogar bis in die Reiterhand (Martingal). Sie sollen verhindern, dass sich das Pferd den reiterlichen Hilfen entzieht. Bitte experimentiere mit Hilfszügeln nicht herum, sondern frag deinen Reitlehrer, wie man sie richtig und pferdefreundlich anwendet!
Hindernis: So verwirrend wie die Vie
lzahl der Hilfszügel ist auch die Vielzahl der Hindernisse. Zunächst einmal wäre zwischen natürlichen und künstlichen Hindernissen zu unterscheiden. Natürliche Hindernisse sind – wie der Name schon sagt – halt natürlich, also z.B. Hecken, Zäune und Bäche. Unter künstlichen Hindernissen versteht man eigens gebaute Sprünge – vom Cavaletti , das auch wunderbar zur Stangenarbeit geeignet ist, bis hin zum Doppeloxer. Die grundlegenden Hindernistypen sind Hochsprünge, Hochweitsprünge und Weitsprünge.
Hinterhand: Die beiden Hinterbeine des Pferdes.
Hippotherapie: Die Hippotherapie gehört neben dem Heilpädagogischen Reiten/Voltigieren und dem Reiten als Sport für Behinderte zum Bereich des Therapeutischen Reitens. Hippotherapie ist „Krankengymnastik auf dem Pferd“, das heißt der Reiter macht krankengymnastische Übungen auf dem Pferd und wird dabei von einem Krankengymnasten (Physiotherapeuten) betreut.
Hohe Schule: So heißt die höchste Schwierigkeitsstufe in der Klassischen Reitkunst. Es wird unterschieden zwischen Übungen auf der Erde (z.B. Galopppirouette, der Spanische Schritt ...) und Übungen über der Erde (z.B. Kapriole, Courbette, Levade ...)
Huf: Der Huf ist das Horngebilde, das das Zehenende schützend umschließt. Der Huf ist wohl mit dem Fingernagel des Menschen zu vergleichen. Es tut dem Pferd nicht weh, wenn der Huf ausgeschnitten wird oder wenn es beschlagen wird. Aber nicht alle Pferde bekommen Hufeisen. Manche gehen auch „barfuß“. Natürlich muss der Hufschmied aufpassen, dass er nicht zu tief schneidet. Der Huf besteht aus verschiedenen Schichten und kann von den verschiedensten Krankheiten befallen werden, darunter die Hufrehe. Außerdem müssen die Hufe regelmäßig, vor allem nach dem Reiten im Gelände, ausgekratzt werden. Denn wenn kleine Steinchen nicht entfernt werden, können diese einwachsen und zu schmerzhaften Hufgeschwüren werden.
Hufeisen: Manche lassen die Hufe ihres Pferdes mit Hufeisen beschlagen. Dazu muss der Hufschmied kommen, der das Eisen erst anpassen muss und schließlich mit Nägeln am Pferdehuf befestigen muss. Mittlerweile gibt es sogar die verschiedensten Arten von ausgeklügelten orthopädischen Beschlägen, die eventuelle orthopädische Fehlstellungen beim Pferd korrigieren oder ausgleichen sollen – quasi so wie die orthopädischen Schuheinlagen beim Menschen. Dafür gibt es sogar Huforthopäden. Die Hufeisen müssen regelmäßig (alle 6 bis 8 Wochen) ausgetauscht und die Hufe ausgeschnitten werden. Ein umgedrehtes Hufeisen an der Wand (also in U-Form aufgehängt) soll übrigens Glück bringen.