Malin Stehn

 

     
   
     

 

Speedy und ich (der erste Teil der Serie Der Humlebü-Hof) ist Malins erstes Pferdebuch. Früher hat sie Jugendbücher geschrieben, die von einer Mädchen-Band handelten, und außerdem ein sehr humorvolles Buch für Erwachsene. Das nächste Buch über den Humlebü-Hof ist schon in Arbeit und kommt in einem der nächsten Pakete im Winter.

 

Wo leben Sie?

Ich wohne in einem fast hundert Jahre alten Haus in der Nähe von Malmö. In dem Ort, wo ich wohne, ist es fast so wie in dem erfundenen Dorf Humlebü in meiner Pferdebuchserie.


Haben Sie Haustiere?

Ja, Tisbe, ein süßes kleines Katzenfräulein. Sie ist bald vierzehn und eigentlich schon in Pension. Aber sie strotzt noch vor Energie. Tisbe ist die netteste Katze der Welt.


Haben Sie schon immer Pferde gemocht?

Nein, ich hatte eine Freundin, die Pferdemagazine gelesen hat, als ich klein war und deshalb habe ich das auch gemacht. Aber ehrlich gesagt, ich hatte immer ziemlich Angst vor Pferden. Bis vor einigen Jahren. Der Ort, wo ich wohne, ist genau wie Humlebü in meinen Büchern: Hier gibt es mehr Pferde als Menschen. Als wir dorthin gezogen sind, war ich praktisch gezwungen, mich ein wenig mit ihnen zu beschäftigen. (Ein paar von ihnen sind über den Zaun gesprungen und in unseren Garten gekommen.) Inzwischen finde ich, dass Pferde einfach wundervoll sind. Meine Tochter reitet ab und zu ein Shetland Pony und dann darf ich das Pferd führen. Es gibt fast nie ein Problem ;-)


Reiten Sie?

Vor ein paar Jahren habe ich ein Islandpferd geritten und das hat großen Spaß gemacht. Ich habe fest vor, wieder damit zu beginnen. 


Wann haben Sie sich entschieden, Autorin zu werden?

Sobald ich schreiben konnte, habe ich damit begonnen, kleine Erzählungen zu erfinden. In der Schule habe ich es geliebt, Aufsätze zu schreiben. Ich habe alles Mögliche geschrieben: Gedichte, Musikrezensionen, Novellen, Liedtexte ... Aber erst mit 35 Jahren habe ich mein erstes Jugendbuch geschrieben. Ich habe damals schon viele Jahre als Redakteurin für Kinderbücher gearbeitet und plötzlich hatte ich den Wunsch, selbst mal ein Buch zu schreiben. Und das hat so viel Spaß gemacht, dass ich mehr schreiben wollte. Nun widme ich den größten Teil meiner Arbeitszeit meinen eigenen Büchern, aber ich redigiere auch die Texte anderer und lese Korrektur. Es ist schön, etwas Abwechslung zu haben. Außerdem inspirieren mich die Bücher anderer.


Warum schreiben Sie über Traber?

Das hängt damit zusammen, dass fast alle Pferde im meinem Dorf Traber sind. Ich wohne nämlich in unmittelbarer Nachbarschaft von einem der größten Traberställe Schwedens und dazu noch ganz in der Nähe von Jägersro (das ist eine Trab- und Galopprennbahn). Im letzten Jahr habe viele Stunden in dem großen Traberstall verbracht. Die meiste Zeit habe ich die Pferdepfleger mit neugierigen Fragen bombardiert; die sie mir auch alle sehr, sehr freundlich beantwortet haben. Ich habe ihnen zugesehen, wenn sie die Pferde versorgt haben. Ohne die Hilfe der Pferdepfleger im Nachbarstall hätte ich die Humlebü-Bücher nicht schreiben können. Ich bin ihnen also sehr dankbar, dass sie mich so großartig unterstützt haben.


Sind die Personen in Ihren Büchern aus dem Leben gegriffen?

Keiner der Charaktere in meinen Büchern gleicht einer einzigen wirklichen Person. Viele verschiedene Leute, die ich kenne oder getroffen habe, haben mich zu meinen Figuren inspiriert. Tina, die Pferdepflegerin in den Humlebü-Büchern, hat gewisse Ähnlichkeiten mit einem der Mädchen im Stall, in dessen Nachbarschaft ich wohne. Aber sie ist natürlich nicht haargenau wie Tina. Denn ich habe ihr auch Züge von anderen Personen verliehen.



Gibt es Speedy Legend in Wirklichkeit?

 Nein, Speedy ist ein erfundenes Pferd. Dagegen gibt es den ein oder anderen Traber, der genau wie Speedy aussieht. Die meisten Traber sind braun oder schwarz. Aber ich habe auch ein paar fuchsfarbene Warmbluttraber mit blonder Mähne und blondem Schweif gesehen. Ich finde, die sehen faszinierend aus. Im Moment bin ich übrigens ein klein wenig in einen schwarzen Hengst im Stall meines Nachbarn verliebt. Er sieht unglaublich schön aus und kommt bestimmt in einem der nächsten Bücher vor.


Was machen Sie, bevor Sie beginnen, ein Buch zu schreiben?

Ich denke mir erst einmal die Haupthandlung aus, also die großen Ereignisse, die stattfinden sollen. Dann setze ich mich hin und mache einen Plan, was in jedem einzelnen Kapitel vorkommen soll. Oft werfe ich das später wieder um und schreibe etwas ganz anderes – aber das Schöne daran ist, dass ich das ganz allein entscheiden kann und meinen Plan dann entsprechend ändere.
Meist ist es so, dass ich viel mehr in ein Buch hineinpacken möchte als hineingeht. Deshalb habe ich auch immer schon Stoff für das nächste.
 

Hobbys: Krimis lesen, Musik hören, im Garten arbeiten, mit der Familie und mit Freunden Spaß haben. Und ich esse gerne.


Lieblingsessen: Hering in allen Formen. Und Pies. (Ziegenkäse-Pie – lecker!)


Lieblingssüßigkeiten: Schokolade, Sahnebonbons und Banana-Split.


Lieblingsautoren: Astrid Lindgren und viele Krimiautoren (zum Beispiel Elisabeth George und Håkan Nesser).


Lieblingsfilm: Das Fest (ein dänischer Film) und Star-Wars-Filme. (Ich gehe nicht so oft ins Kino.)


Lieblingsmusik: Im Moment höre ich gerne Scissor Sisters, Kent, Sahara Hotnights, Lars Winnerbäck und alte Blondie-Platten.
 

 


 

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