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Wo leben Sie und wo sind Sie aufgewachsen?
Ich wohne in Süddeutschland, im schönen Illertal. Geboren bin ich in Aulendorf, und aufgewachsen in Bad Waldsee, das früher ein süßes kleines Städtchen war, heute jedoch durch die vielen Kurgäste und Touristen fast aus allen Nähten platzt.
Welche Bücher mochten Sie als Kind?
Oh, da gibt es viele Bücher! Die Dolly-Serie von Enid Blyton zum Beispiel habe ich sehr gerne gelesen, unzählige Pferdebücher, die Blitz-Serie von Walter Farley, aber ich liebte auch Sagen- und Märchenbücher. Habe sie als Kind regelrecht verschlungen.
Welche Bücher lesen Sie heute?
Am liebsten lese ich jetzt Biographien und historische Romane, aber auch spirituelle Literatur, grenzwissenschaftliche Bücher, aber auch gerne Berichte über Ägypten, ein Land, das mich sehr fasziniert. Der Tag sollte mehr Stunden haben, damit ich mehr Zeit zum Lesen hätte.
Welche Autoren mögen Sie am liebsten?
Ich habe eigentlich keinen sogenannten Lieblings-Autor. Oftmals bin ich von Büchern begeistert, von deren Autoren ich bislang noch nichts gehört habe. Aber ich lese zum Beispiel gerne Colleen McCullough, Wolf Serno und Noah Gordon.
Wann und warum haben Sie sich entschieden, Autorin zu werden? Haben Sie schon als Kind geschrieben?
Bücher haben mich schon immer fasziniert und dadurch, dass ich sehr, sehr viel gelesen habe, wurde natürlich auch meine Phantasie ziemlich angeregt. Schon als Kind habe ich kleine Geschichten geschrieben, später dann – zum Leidwesen meiner Lehrer – furchtbar lange Aufsätze verfasst, die wohl mehr von ihrer Zeit abverlangten, als eingeplant war. Als ich etwa dreizehn Jahre alt war, stand für mich plötzlich fest, dass ich Schriftstellerin werden wollte. Ich begann damit, ein kleines „Buch“ zu schreiben, das ich allerdings niemals vollendet habe. Dafür habe ich in den Jahren darauf erste Kurzgeschichten verfasst, die dann auch veröffentlicht wurden.
Wann und wo schreiben Sie?
Das ist ganz unterschiedlich. Meistens schreibe ich zu Hause, aber da es ja Laptops gibt, bin ich nicht ortsgebunden und habe auch schon vor der herrlichen Kulisse des Comer Sees meine Manuskripte fertiggestellt. Wenn ich zu Hause arbeite, dann schreibe ich in der Regel nachts, weil ich dann die nötige Ruhe habe und mich ungestört auf das Schreiben konzentrieren kann.
Wie fangen Sie an, ein Buch zu schreiben?
Ich setze mich hin und habe eine Szene vor Augen, die ich dann beginne, zu beschreiben. Es ist fast so, wie ein Film, der vor mir abläuft. Ich sehe die Akteure, höre ihre Dialoge und schreibe diese auf. Eine Szene ergibt somit die nächste. Ich weiß im Voraus nie, was geschehen oder wie ein Buch enden wird. Ein neues Abenteuer von Diabolo zu schreiben, ist für mich mindestens genauso spannend, wie es später dann für die Leser ist.
Was ist das Schwierigste beim Schreiben? Und das Lustigste?
Nun, ich empfinde es als äußerst störend, wenn ich immer wieder aufgrund diverser Störungen aus meinen Gedankengängen gerissen werde. Dann ist es oftmals wirklich schwierig, wieder „den Faden zu finden“, um weiterschreiben zu können. Lustig dagegen ist, wenn ich spontan eine komische Situation in meine Bücher einbauen kann, die mir meine Kinder kurz zuvor vorgelebt haben, und über die sie später, beim Lesen des Buches, selbst lachen können.
Was haben Sie neben den Diabolo-Büchern geschrieben?
Ich habe ein spirituelles Buch geschrieben, das auch in Deutschland veröffentlicht ist; mehrere Manuskripte für kleinere Kinder liegen bei mir in der Schublade und warten darauf, dass ich die Zeit dazu finde, sie an einen Verlag zur Prüfung zu schicken, und vor Kurzem habe ich ein weiteres Pferdebuch fertiggestellt. Verschiedene andere Manuskripte sind in Arbeit, doch die Diabolo-Bücher haben augenblicklich einfach Priorität, und so steht es in den Sternen, wann die begonnenen Bücher auch letztendlich fertig werden.
Haben Sie ein Lieblingsbuch unter denen, die Sie geschrieben haben?
Eigentlich nicht. Es hat mir unwahrscheinlich Freude gemacht, die Bücher zu schreiben, und jedes gefällt mir, auf seine Weise, gut.
Haben Sie einen Lieblingsprotagonisten in Ihren Büchern? Und wenn es Ricky ist, haben Sie einen zweiten?
Ich mag an und für sich alle meine Hauptpersonen, die ich in die Bücher integriert habe. Allerdings muss ich zugeben, dass ich die Besitzerin der Mercy-Ranch, also Caroletta Koszy, total Klasse finde ;-)
Ist Diabolo ein reales Pferd? Und Ricki? Ist sie ein reales Mädchen?
Diabolo ist meiner Phantasie entsprungen, aber ich würde sagen, dass ich mir als Jugendliche immer ein Pferd gewünscht habe, das Diabolo, so, wie ich ihn beschrieben habe, entsprochen hätte. Auch Ricky existiert nicht in Wirklichkeit, aber sie zeigt manches Mal die charakteristischen Züge meiner Kinder ;-)
Schreiben Sie jemals über reale Personen?
Ich beziehe charakterliche Eigenschaften, Handlungs- und Ausdrucksweisen real existierender Personen in meine Bücher mit ein, schaffe jedoch kein hundertprozentiges Abbild dieser Personen. Allerdings habe ich Ausnahmen gemacht, als ich in zwei Diabolo-Bänden die Gewinnerinnen eines PC-Gewinnspiels mit ihrem realen Charakter in die Bücher integriert habe. Es hat viel Spaß gemacht, diese Storys zu schreiben und hierbei Fiktion und Realität zu vermischen. So etwas würde ich jederzeit wieder machen!
Woher bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher?
Die Ideen entspringen weitgehend meiner Phantasie, doch es gibt auch Situationen aus frühen Erlebnissen, an die ich mich erinnere und die ich dann als Grundlage für ein Buch verwende.
Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Das kommt ganz darauf an. Natürlich lese ich viel, wann immer es mir möglich ist, aber ich gehe auch gerne mit meinem Rennrad auf Tour und schwimme sehr gerne. Leider habe ich jedoch nicht viel Freizeit, denn es gibt noch so viel anderes neben dem Schreiben her zu tun.
Wie alt waren Sie, als Sie mit dem Reiten angefangen haben und reiten Sie immer noch regelmäßig?
Ich habe mit neun Jahren begonnen zu reiten und bin auch noch bis vor ein paar Jahren gerne geritten. Leider geht dies nun aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr.
Erzählen Sie uns doch von den Tieren (insbesondere Pferden), die Sie haben.
Ich habe drei Katzen und einen Hund (Schäferhund-Boardercollie-Mix), aber mittlerweile kein Pferdchen mehr. Früher hatte ich stets zwei Pferde in meinem Stall stehen.
Hatten Sie in der Schule ein Lieblingsfach?
Deutsch liebte ich, wegen der Aufsätze ;-) und Biologie interessierte mich, weil ich ein Natur-Mensch bin. Sport und Zeichnen fand ich auch Klasse.
Haben Sie ein Lieblingsessen?
Oh … eine Gewissensfrage ;-) Ich liebe Schokolade, aber leider schlägt sich die immer so schnell auf den Hüften nieder, sodass ich, schweren Herzens, oftmals darauf verzichten muss.
Hören Sie Musik und wenn ja, welche?
Ich liebe Musik in allen möglichen Variationen. Da ist die Bandbreite groß und reicht über New Age und Klassik bis hin zu Ragtime und Dixi. Bin da sehr flexibel.
Haben Sie irgendwelche Lieblingssendungen im Fernsehen oder Lieblingsfilme?
Ich habe in den letzten Jahren nur ganz selten ferngesehen, weil ich der Meinung bin, dass es nur sehr wenige, wirklich gute Filme gibt. Vor einiger Zeit haben wir dann beschlossen, die Glotze abzuschaffen, da wir sie sowieso nicht nutzen, und … wir leben ganz prima ohne das Teil :-)
Welche sind Ihre liebsten Menschen auf der ganzen Welt?
Meine Kinder, meine Mutter und natürlich der Mann meines Herzens stehen bei mir an erster Stelle. Jedoch gibt es eine ganze Reihe von unwahrscheinlich lieben Menschen, die mir sehr viel bedeuten, und die ich nicht missen möchte.
Was ist Ihr liebster Platz auf der ganzen Welt?
Es gibt tausend verschiedene Orte, an denen ich mich gerne aufhalte, aber letztendlich bin ich immer gerade dort am liebsten, wo ich glücklich bin, und das ist an der Seite des Mannes, mit dem ich in großer Liebe verbunden bin..
Haben Sie ein spezielles Motto?
Oh ja!
„Lebe stets nach der Intuition deines Herzens, und vergiss niemals, dass manchmal schon ein Lächeln von dir genügt, um einen Menschen glücklich zu machen.“
Was möchten Sie Ihre Leser noch wissen lassen?
Ich glaube, das Meiste wurde bereits gesagt. Vielleicht nur noch so viel dazu: Ich versuche, in jedem Buch, das ich schreibe, ein klein wenig Lebensphilosophie zu vermitteln, denn in der heutigen Zeit ist es, vor allem für Kinder und Jugendliche, wichtig, zu sehen, dass es durchaus möglich ist, Probleme in den Griff zu bekommen, dass die Welt nicht gleich zugrunde geht, wenn einmal etwas nicht so läuft, wie es sollte. Und wie wichtig es ist, Verständnis untereinander zu entwickeln, die Kunst des Verzeihens zu erlernen, und wahre Werte, wie zum Beispiel Freundschaften schätzen zu lernen und füreinander da zu sein, ganz gleich, was geschieht. Mein Wunsch ist es, dass diese versteckten Botschaften bei meinen Lesern ankommen, sie zum Nachdenken anregen, und dass sie die Erkenntnisse letztendlich für sich selbst nutzen und dann auch in ihr eigenes Leben integrieren können.
Kontakt:
E-Mail: adamgabibooks@aol.com
Homepage: http://gabiadam.oyla2.de