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Wo leben Sie und wo sind Sie aufgewachsen?
Im Vergleich zu anderen Leuten lebe ich an einem verrückten, abgelegenen Ort. Unser großes altes Haus hat viele Zimmer und eine extra Dachgeschosswohnung mit Badezimmer, Schlafzimmer und Wohnraum. Wir kochen für unsere 5 Angestellten, weil sie für uns wie eine Familie sind. Wir haben einen Sohn, eine Schwiegertochter und zwei weitere Kinder, die momentan auch bei uns leben. Kurzum: Wir sind alle sehr beschäftigt, etwas verrückt und um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht, wie ich die Zeit zum Schreiben finde. Aber eines ist sicher: Dazu werde ich immer Zeit finden.
Geboren und aufgewachsen bin ich auf einer Farm in der Nähe von Kendal, im Norden Englands, südlich des wunderschönen Lake District und in der Nähe der fantastischen Pennine Fälle.
Mein Mann und ich eröffneten unser Reitzentrum kurz nachdem wir geheiratet hatten. Wir leben und arbeiten immer noch dort, ebenso unsere Tochter Sarah, die unsere Geschäftspartnerin ist.
Welche Bücher mochten Sie als Kind?
Als Kind habe ich am liebsten Geschichten über Tiere, insbesondere Pferde, gelesen, aber auch Abenteuerromane und Mystery-Geschichten.
Welche Autoren mögen Sie am liebsten?
Ich habe keinen Lieblingsautor. Ich lese gern jede Art von Roman, solange er gut geschrieben und glaubwürdig ist und eine gute Handlung hat. Ich habe Monty Robert’s „The Man Who Listens to Horses“ geliebt und ich bewundere seine Ideen. Ich glaube, dass jeder erfahrene Pferdemensch automatisch Roberts’ Lehren gefolgt ist, ohne groß darüber nachzudenken. Jedes junge Pferd, das ich eingeritten habe, ist erst weggelaufen, hat dann geleckt und gekaut und ist dann letztendlich freiwillig zu mir gekommen und ich habe immer Körpersprache eingesetzt. Ich hatte halt nur keinen Namen für das Ganze, bis ich Roberts’ Buch gelesen habe.
Wann und warum haben Sie sich entschieden, Autorin zu werden? Haben Sie schon als Kind geschrieben?
Ich schreibe, seit ich denken kann. Als Kind und Teenager habe ich Kurzgeschichten und Gedichte geschrieben, als ich dann älter wurde, wendete ich mich den Romanen zu. Meine allerersten Romane, die ich nur zum Vergnügen geschrieben habe, habe ich noch mit der Hand geschrieben, sie stehen jetzt in irgendeinem Regal. Ich habe außerdem einige Artikel in Pferdemagazinen veröffentlicht, aber mein hauptsächlicher Beweggrund zu schreiben, ist, weil ich es liebe, Geschichten zu erzählen.
Wo und wann schreiben Sie?
Für mich ist es immer etwas schwierig, Zeit zum Schreiben zu finden, da mein Leben etwas chaotisch ist. Ich versuche, sehr früh aufzustehen und etwa eine Stunde vor dem Frühstück zu arbeiten, manchmal arbeite ich auch nachts.
Haben Sie ein Lieblingsbuch unter denen, die Sie geschrieben haben?
Ich denke, von all den Büchern, die ich geschrieben habe, sind „Geheimnisvolle Begegnung“ und „Der blaue Kreis“ meine Lieblingsbücher.
Haben Sie einen Lieblingsprotagonisten in Ihren Büchern?
Tilly, aus „Geheimnisvolle Begegnung“ und ihr schöner Falbe Sunny sind zwei meiner Lieblingscharaktere.
Schreiben Sie über reale Personen?
Die Pferde-Charaktere basieren häufig auf Pferden, die ich wirklich kannte. Sunny hat viel von einem Pferd namens „The Midas Touch“, das meine Tochter früher oft beim Springreiten geritten hat. Einige von den Nebenfiguren, wie Pferdehändler etc. basieren häufig auf Menschen, die ich gekannt habe, aber meine Hauptcharaktere haben alle ihre eigene Identität.
Woher bekommen Sie die Ideen für Ihre Bücher?
Meine Ideen bekomme ich von überall her. Bei „Der blaue Kreis“ habe ich mich stark mit dem Titel befasst und dann die Geschichte drum herum gebastelt, bei „Geheimnisvolle Begegnung“ wollte ich etwas in der Zeit zurückgehen, der Titel kam erst danach. „Ritt in die Vergangenheit“ geschah aus dem Wunsch heraus, etwas Gespenstisches zu machen und die fantastischen Cliffs of Beachy Head inspirierten mich zu dem Buch „Spirit of The Sea“.
Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
In meiner Freizeit esse ich oft auswärts, schaue einen guten Film an, mache Urlaub im Warmen und gehe sehr gerne Gassi. Ich nehme gern an Pferdeschauen teil – vor allem an der „Pferd des Jahres“-Schau, insofern wir dafür qualifiziert werden.
Wie alt waren Sie, als Sie mit dem Reiten angefangen haben und reiten Sie immer noch regelmäßig?
Ich fing mit dem Reiten an, als ich 6 Jahre alt war – auf gelangweilten Shetland Ponys – und als ich etwa 9 Jahre alt war, bekam ich mein eigenes Welsh Pony, Bobby. Mit ihm machte ich alles Mögliche, wie Reiterspiele, Camping etc. Dann, als Teenager, ritt ich einigermaßen erfolgreich Springturniere. Ein attraktiver, talentierter, bunter Wallach namens Tango, der total verrückt spielte, wenn ich aufsitzen wollte, war mein Springpferd.
Erzählen Sie uns doch von den Tieren (insbesondere Pferden), die Sie haben.
Nachdem wir das Reitcenter eröffnet hatten, hatte ich alle Hände voll zu tun mit dem Einreiten und der Ausbildung von Jungpferden – sowohl von unseren Pferden als auch denen der Kunden. Unsere Pferde wurden in der Regel verkauft, sobald man sie gut genug reiten konnte. Ich habe mich zu der Zeit auch auf weitere Reitprüfungen vorbereitet, nahm an Pferdeschauen teil und bot Tagestouren an.
Heute habe ich gern ein Pferd, mit dem ich jeden Tag arbeite, egal, ob ich mit ihm Wettkämpfe bestreite oder es wieder verkaufe. Ich versuche, keine jungen Pferde mehr zu reiten, da ich mir vor ein paar Jahren bei einem Reitunfall den Rücken schwer verletzt habe und nicht riskieren darf, noch einmal böse zu fallen.
Wir haben einen Rhodesian Ridgeback namens Fudge, einen liebenswerten, schwarz-weißen Jack Russell namens Fred – der uns überallhin folgt – und auch Hühner, Kaninchen und natürlich Pferde. Meine Tochter, die nebenan wohnt, hat vier Hunde, Gänse, Pfauen, Enten, verschiedene Hühner und viele andere Tiere. Wir haben ungefähr 30 Pferde, von kleinen Ponys bis hin zu großen Springpferden. Unser ältestes, der 35 jährige Tango, ist nun pensioniert, lebt ein gemächliches Leben und wird total verwöhnt, während unser Jüngstes gerade 4 Jahre alt wird und erst vor Kurzem eingeritten wurde.
Hatten Sie in der Schule ein Lieblingsfach?
In der Schule liebte ich Kunst und als ich die Schule mit 16 verließ, absolvierte ich einen 12- monatigen Kurs an der Kunstuniversität. Natürlich mochte ich auch das Fach Englisch, vor allem das Lesen und Schreiben.
Haben Sie ein Lieblingsessen?
Ich liebe Chinesisches Essen, Steaks und Käse.
Hören Sie Musik und wenn ja, welche?
Ich mag viele der älteren Popsongs, von den Beatles bis hin zu Cyndi Lauper, aber ich mag auch einige der modernen Sänger, wie zum Beispiel Leona Lewis, Duffy, Lily Allen und die schönen Balladen von Ronan Keating.
Haben Sie irgendwelche Lieblingssendungen im Fernsehen oder Lieblingsfilme?
Ich schaue Emmerdale – wenn es gerade läuft – Serien machen leider süchtig. Trotzdem mag ich lieber gute Filme, Dramen und Dokumentationen. „Der Pferdeflüsterer“ ist natürlich einer meiner Lieblingsfilme, schon allein wegen der Pferdegeschichte. Aber um ehrlich zu sein, das Buch war um einiges besser als der Film. Ich mag auch epische Filme, wie „Titanic“, „Gladiator“ und „Der mit den Wölfen tanzt“. „American Beauty“ ist ein Film, der mir für immer in Erinnerung bleibt und dann gibt es da noch den älteren Film „Revenge“ mit Kevin Costner.
Welche sind Ihre liebsten Menschen auf der ganzen Welt?
Die liebsten Menschen auf der ganzen Welt sind mir meine Familienmitglieder; wir haben alle ein sehr enges Verhältnis.
Was ist Ihr liebster Platz auf der ganzen Welt?
Mein liebster Platz auf Erden ist Nord England, weil das mein Zuhause ist, aber ich liebe generell alle Plätze an der Küste.
Haben Sie ein spezielles Motto?
Mein persönliches Motto ist: Es gibt immer einen Ausweg. Sieh jedes Problem als eine Herausforderung an und du wirst es lösen.